Sagenhafter Taunus

Je geheimnisvoller eine Landschaft, desto mehr wird über sie erzählt. So ist es auch mit dem Taunus. Wer die dunklen Höhen und weiten Wälder des Taunus vom Main oder von der Lahn her sieht, fragt sich, was mag da alles sein. So sind über den Taunus und Stätten im Taunus viele Geschichten, viele Sagen entstanden.  Eine davon möchte ich euch heute schon erzählen.

Der Sage nach hat Siegfried, Königssohn von Xanten und Drachenbezwinger, auf seinem Weg an den Königshof zu Worms auf den Höhen des Taunus einen riesigen Ring aus Feuer lodern sehen. Menschen berichteten ihm, dass im Kreis der Flammen eine schöne Jungfrau gefangen sei. Furchtlos ritt Siegfried die Flammen nieder und befreite die junge Frau. Es soll Brunhildis, die Königstochter von Island gewesen sein. Siegfried brachte Brunhildis zurück nach Island, nicht ohne  dass sich die beiden ineinander verliebten und sich ewige Treue geschworen hatten. Doch die war vergessen, als Siegfried an den Königshof zu Worms kam, dem dortigen König seine Dienste anbot und dessen Schwester Kriemhild begegnete. Wie die Geschichte ausging, wissen wir alle aus der Nibelungen-Saga.

So könnte der Untergang der Nibelungen hier oben im Feldberg seinen süßen Anfang genommen haben.