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Nach und nach wird ein Taunus-Führer draus …

… nachdem meine WebSite www.lesegrundschule.de jetzt mit allen Materialien und Videos komplett ist, finde ich auch wieder Zeit, die WebSite vom Taunus neu aufzubauen. Über die letzten Wochen war ich wenig unterwegs. Deshalb war ich fast erschrocken, dass mir die Herbstzeitlosen ansagten: „Der Sommer ist vorüber, stell dich auf den Herbst ein.“

Eigentlich läge jetzt die zweite Heuernte, das Grummet, zum Trocken auf den Wiesen. In Folge der Trockenheit ist aber so wenig Gras nachgewachsen, dass die Grummeternte in diesem Jahr wohl ausfällt. Überall spürt man, wie die Bauern im Augenblick versuchen, auch noch niedrigsten Graswuchs zu mähen, um die Heuvorräte für den kommenden Winter zu bewahren.

Mein Dackelhündin genießt das. Es läuft sich wie auf Golfrasen. Kein struppiges Gras, durch das man sich den Weg bahnen muss. Und die Mäuselöcher liegen zur Kontrolle auch alle frei.

Bei allem aber zeigt sich draußen, wie die Natur unter der Trockenheit leidet. Viele Bäume tragen schon ihr buntes Herbstkleid. Keiner weiß, ob sie im kommenden Jahr noch einmal Grün tragen werden. Zahllose Stämme gefällte Stämme säumen die Waldwege und warten auf ihren Abtransport. In alle Welt. Bis nach China. Kaum vorstellbar.

Wolfgang Heller, 35789 Weilmünster, 15.09.2020

Meine Heimat im Mittleren Weiltal

Das Weiltal ist meine engere Heimat. Mittendrin meine Heimatgemeinde Weilmünster, am unteren Ende des Weiltals meine Schulstadt Weilburg und am oberen Ende die Weilquelle am Fuße des Großen Feldbergs.

Ganz schön viel Natur im Weiltal

Das Weiltal ist meine engere Heimat. Mittendrin meine Heimatgemeinde Weilmünster, am unteren Ende des Weiltals meine Schulstadt Weilburg und am oberen Ende die Weilquelle am Fuße des Großen Feldbergs.

In den Nachkriegsjahren verbrachte ich meine Sommerferien ausschließlich bei den Großeltern in Audenschmiede am Bahnhof. Einen spannenderen Platz kann man sich als Kind nicht vorstellen. Hier hatte ich auch die Mehrzahl meiner Freunde. Für uns Kinder der Nachkriegszeit war die Weil zwischen Audenschmiede und der Langenbacher Mühle über Sommer unser allerliebster Spielplatz. Wir stauten das Wasser, ließen selbst gebastelte Schiffe schwimmen und versuchten, mit selbst hergestellten Angeln, an denen aus Draht selbst gebogene Angelhaken hingen, Fische zu fangen. Und dann gab es da auch noch den Audenschmieder Weiher, seine Zuläufe und den Abflusskanal, in dem wir schwimmen konnten und ein wenig seitab das Wiesbachtal mit seinem frischen und sauberen Wasser und dem Wehr, hinter dem man so vortrefflich baden konnte.

Und dann gab es da auch noch den Audenschmieder Weiher, seine Zuläufe und den Abflusskanal, in dem wir schwimmen konnten. Ein wenig oberhalb von Audenschmiede mündete der Wiesbach in die Weil. Damals noch blitzsauber und mit immer frischem, an Forellen reichen Wasser.

Meine Kinderstube …
In den letzten Kriegsmonaten war dieser alte Bergwerksstollen ausgangs Audenschmiede immer wieder meine ‚Kinderstube‘ . Wenn die Sirenen heulten, war für meine Mutter noch eine Viertelstunde Zeit, mit mir in dem dunklen, feuchten Stollen Schutz vor den alliierten Jagdbombern zu suchen.

Heimat kann auch dunkle Seiten/Zeiten haben:
Während die Bevölkerung auf sich gestellt war, saßen die Nazi-Verbrecher zusammen mit Hitler nur wenige Kilometer weiter in Kransberg in den komfortablen Bunkern des ‚Adlerhorstes‘ . Sein Zug parkte in den Tunneln der Weiltalbahn. Von Kransberg aus versuchte Hitler über den Jahreswechsel 1944/45 mit der Ardennen-Offensive den Kriegsgverlauf noch zu wenden. Ohne Erfolg. Im Frühjahr 1945 endete die dunkle Zeit von Unterdrückung und Morden.

Wolfgang Heller, 35789 Weilmünster, 25. September 2020