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Wer oben auf der Hochfläche des Hintertaunus unterwegs ist, hier auf dem Kirberg bei Weilmünster, blickt in die Vergangenheit und Entstehung unserer Landschaft.

Der Taunus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Ursprünge reichen über 350 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Damals bildeten sich in einem großen Meeeresbecken die Sedimentschichten, die später als Taunus und Taunusschiefer in der Folge von Kontinentaldriften über den Meeresspiegel angehoben und zu einem mittelhohen Gebirgsblock aufgeschoben wurden.  Der nördliche Taunus war ursprünglich sehr eben. Vor 30 Millionen Jahren erstreckte sich hier eine weitläufige tropische Sumpflandschaft.  Das änderte sich, als die afrikanische Kontinental-Platte sich immer weiter nach Norden schob. In der Folge entstand die schräg gestellte südliche Taunusscholle mit den beiden Feldbergen. Die herausstehenden Quarzitfelsen zeugen aus dieser Zeit. Gleichzeitig wurde der nördliche Teil der Taunusplatte leicht angehoben. Die Sümpfe entwässerten nach Norden und lagerten große Mengen an Ton im Gebiet des heutigen Westerwaldes ab. Die reichen Tonvorkommen im Westerwald gehen auf diese Entwicklung zurück.

Zurück blieb im nördlichen Taunus eine relativ ebene, jetzt trockene Hochfläche. Wanderer und Radfahrer kennen das. Wer einmal auf der Hochfläche ist, bewegt sich über weite Strecken fast auf einem Niveau. Wer aufmerksam auf den Höhen unterwegs ist, findet an vielen Stellen gerundete Kieselsteine im Boden. Die sind entstanden, als das Wasser der Sümpfe auf der Hochebene nach Norden abfloss. 

In der Zeit bis heute änderte nur noch die Elemente die Morphologie des Taunus. Vor allem das Wasser. Die Bäche gruben sich ihr Bett in die Hochfläche und bildeten die heutigen Täler.

Ein markantes Ereignis hat seine ganz eigenen Spuren in vielen Talbereichen des Taunus hinterlassen: Die Magdalenenflut von 1342. Damals fiel in nur wenigen Tagen so viel Regen, wie sonst nur in anderthalb Jahren. Die Böden weichten auf, an vielen Hängen floss die Erde wie Brei zu Tal. Am Felsen unterhalb des Limburger Doms ist der damalige Wasserstand der Lahn noch markiert. Es ist die höchste jemals verzeichnete Markierung. Den Berichten nach sollen die Kölner damals mit Booten über die Stadtmauer gefahren sein. 

In der Folge dieser Katastrophe berichtet die Forschung, dass so viel Erde während dieses ‚Schluchtenreißens‘ abgespült wurde, dass über ein Jahrhundert kaum mehr Ackerbau im und um den Taunus herum möglich war. Um nicht zu verhungern, mussten die Menschen damals ihr Vieh in die Wälder treiben. Auf die Flut folgte ein Jahrhundert, in dem sich die Menschen vor allem von Fleisch ernährten. Für den Getreideanbau fehlte die Erde.

 

Wilhelm von Humboldt soll den Taunus einmal als das schönste Mittelgebirge Deutschlands bezeichnet haben. Schön ist er schon. Aber ein wenig Bescheidenheit ist schon angesagt. Ich kenne eine ganze Reihe von Mittelgebirgen, die ich auch als schön bezeichnen kann. Allein in Hessen gibt es über ein Dutzend davon. Jede Landschaft auf ihre Art spannend und schön.

Machen wir es uns einfacher. Jede Landschaft hat ihre besondere Ausprägung und ihre schönen Seiten. Wie der Taunus. Und die stelle ich euch hier vor. Erst einmal in Bildern, später folgt dann auch die eine und andere Beschreibung.

Das vorläufige Titelbild konnte ich am vergangenen Sonntag aufnehmen. Es entstand auf einer Wanderung vom Roten Kreuz hoch zum Großen Feldberg. Der teils steinige und steile Weg führt an den Ruinen eines früheren Römerkastells vorbei, das als „vilina“ der Weil ihren Namen gegeben hat und auch an der Weilquelle.

Kurzer Halt an der Weilquelle

Als kleines Rinnsal entspringt die Weil aus ihrer Quelle am Fuße des Großen Feldbergs. Ihr Quellwasser ist 37 Kilometer oder einen knappen Tag unterwegs, bevor es sich an der Gunter’s Au bei Weilburg mit dem Wasser der Lahn mischt.

Diese WebSite wird eingerichtet, geschrieben und fotografiert von Wolfgang Heller, 35789 Weilmünster im Taunus
Als Pensionär mit geografischem Background mach ich mir die Freude, den Taunus und mein Heimatland Hessen vorzustellen.
Zwei meiner WebSites: www.grundschule.com
www.hessensafari.de

Schon seit längerer Zeit wollte ich mal in Kürze aber reich bebildert mein heimatliches Mittelgebirge, den Taunus, vorstellen. Weit bin ich aber nie gekommen. Anderes hatte Priorität. Jetzt, so habe ich das Gefühl, ist die Zeit dafür gekommen, Nägel mit Köpfen zu machen. So wie es die Nagelschmiede aus Schmitten im oberen Weiltal einst vormachten.

Ich werde jetzt aber nicht permanent an der WebSite schreiben. Bild für Bild werde ich im Taunus aufnehmen und hier einstellen. So wird sich unser Bild vom Taunus wie ein Puzzel langsam zuammenfügen.

Als gelernter Lehrer mit dem Hauptfach Geografie sehe ich den Taunus natürlich durch die geografische Brille.

Wolfgang Heller, 35789 Weilmünster im Taunus, info @ wolfgangheller.eu